Trainer des Monats Februar 2009: Lothar Kirschfink
Heute ist Lothar Kirschfink im Schwimmverein nicht mehr wegzudenken. Der mittlerweile 41-Jährige spielt seit 25 Jahren Wasserball und erkämpfte sich schnell einen Platz in der 1. Mannschaft. Seit dieser Saison spielt er auch als einer der „Top-Routiniers“ in der 3.Mannschaft, wo er die Nachwuchsspieler tatkräftig unterstützt.
Lothars Schwimmerkarriere begann 1972 mit seinem Eintritt in den Stolberger Schwimmverein. Der damals 4-Jährige wurde schnell zu einem guten Schwimmer, der auch der Wettkampfmannschaft des Vereines angehörte und viele Erfolge verzeichnete. Als Lothar zwischen 10 und 12 Jahren alt war, kam seine Karriere ins Stocken. Nachdem er kein Weiterkommen sah, legte er eine 4-Jährige „kreative Schwimmpause“ ein. Bis er 16 Jahre alt war, hielt er sich mit anderen Sportarten wie Volleyball, wo er auch sehr erfolgreich war, fit.
1984 startete Lothar einen Karriereneuanfang. Zuerst spielte er als Torwart bei der 2. Mannschaft und stand in der 1. als Ersatz für Lars Huppertz im Tor, falls dieser einmal nicht spielen konnte. Schnell jedoch zeigte sich, dass Lothar bei Weitem mehr konnte. Statt sein Talent weiter im Tor zurückzuhalten, spielte er schon bald darauf im Feld bei der 1. Mannschaft.
Zusammen mit der Wasserballmannschaft nahm er auch an Schwimmwettkämpfen wie der DMS erfolgreich teil. Lothar ist mit einer der sichersten 5- Meter-Schützen des Vereins, der, nach eigenen Angaben, bisher noch keinen wichtigen 5-Meter verschossen hat.
Seit nun 3 Jahren fungiert Lothar als Konditionstrainer der Wasserballer. Sein Training ist leicht zu charakterisieren: Es ist sehr anstrengend, aber es macht Spaß. Was das Training des ehrgeizigen Sportlers aber besonders macht, ist, dass er immer selber mit im Becken ist und jede einzelne seiner Übungen mitschwimmt. Durch dieses Verhalten verdient er sich nicht nur noch mehr Respekt der Wasserballer, sondern hält so auch deren Motivation aufrecht. Dies zeigte sich vor allem in der Zeit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes, nachdem die Schwimmhalle 2006 bis 2007 geschlossen war. Die Zahl der regelmäßig trainierenden Wasserballer war zurückgegangen, beim Schwimmtraining am Dienstag und Freitag waren zunächst nur wenige regelmäßig anzutreffen. Mittlerweile ist die Zahl der regelmäßigen Trainingsteilnehmer wieder stark angestiegen, so dass meistens beide Bahnen mehr als voll besetzt sind. Somit ist wohl die Tatsache, dass die Wasserballer oftmals eine Bahn mehr von dem Schwimmern bekommen, nicht zuletzt Lothars effektiven, wasserballorientierten Schwimmübungen zu verdanken.
Neben seiner Funktion als Konditionstrainer leitet der 41-jährige Familienvater auch sporadisch das Wasserballtraining. Seine Kritik wird immer ernst genommen, seinen Ratschlägen Folge geleistet und wer während seines Trainings Unfug baut, muss auch die von ihm auferlegten Liegestütz im Anschluss gelassen nehmen.
Im Laufe des Jahres fährt gerne mit zu Wasserballturnieren im In- und Ausland, wo er ebenfalls immer zum Erfolg seiner Mannschaft beitrug. Mit ihm erreichten die Stolberger Herren 2008 das Finale in Duisburg und auch eine gute Platzierung beim Turnier in Strakonice, Tschechien.
Auch außerhalb des Vereins ist Lothar sportlich unterwegs. Er nimmt regelmäßig am Quadratlon teil, spielt hobbymäßig Volleyball und macht regelmäßig große Radtouren in die Eifel. Außerdem gehört er zu den wenigen, die jedes Jahr von Stolberg aus zum Pfingstlager des Schwimmverein nach Bütgenbach, Belgien wandern.
Mit der Geburt seines Sohnes Oskar wurde Lothars leben perfekt. Wir freuen uns, dass er trotz dieses freudigen Ereignisses uns weiterhin erhalten bleibt.
Seit dieser Saison ist der langjährige Wasserballschiedsrichter auch im Feld der 3. Stolberger Mannschaft zu sehen. Da diese Mannschaft hauptsächlich aus unerfahrenen Jugendlichen besteht, erklärte er sich bereit, diesen bei ihren Wasserballkarrierenanfängen zu helfen. Dass die 3. Mannschaft einen sehr guten Start mit zwei Siegen zu verzeichnen hat, lässt sich auch auf Lothars Einsatz im Spiel, sein „Teammanagement“ und sein ruhiges Verhalten, auch wenn die spielerische Leistung mal nicht so gut aussieht, zurückführen.
Mit seiner humorvollen Einstellung, die sich vor allem häufig durch lustige Kommentare zeigt, hat „Lo“ schnell alle Schwimmer und Wasserballer für sich gewonnen. In menschlicher und sportlicher Hinsicht eine Bereicherung, hoffen wir, dass er uns auch in Zukunft noch viel von seiner Erfahrung mit auf den Weg geben kann.
(Thomas Mertens)






