Duell der Philosophien geht an die Domstädter

SSV 7:14 ASV (1:2, 3:4, 2:3, 1:5)

Spieler: Ben Lenertz (im Tor), Sebastian Braun (1 Tor), Florian Grümmer, Björn Simshäuser, Stephan Schorn, Stefan Bergs (1), Tim Klos, Thomas Kreus (1), Dennis Merö, Mark Braun (2), Stefan Sanft (1), Christian Töller, Christian Schmitz (1)

Überzahlspiele: 3/4 (75%)

Unterzahlspiele: 2/6 (33%)





Die erste Mannschaft musste im Lokalderby der Oberliga eine weitere Niederlage einstecken. Gegen den Tabellenführer aus Aachen verlor man deutlicher, als es das Spiel hergab, und muss sich nun konzentrieren, den dritten Tabellenplatz hinter Poseidon Duisburg zu verteidigen.

Von den damaligen Lokalderbys in den Bezirksligen ist nicht mehr viel übrig. Zwar haben beide Vereine ihre Wasserballabteilungen in den vergangenen Jahren zusehends professionalisiert, von der Zusammensetzung könnten die Mannschaften aber unterschiedlicher kaum sein. Stehen im 15-köpfigen SSV-Kader gleich 11 Spieler, die in der SSV-Jugend ausgebildet wurden sowie mit Torwart Ben Lenertz nur ein Akteur von außerhalb des Bezirks, so ist es in Aachen genau andersherum. Nur noch zwei in Aachen ausgebildete Akteure schaffen es aktuell in den Kader der Ersten, stattdessen ist das Team derzeit gespickt mit höherklassig ausgebildeten Studenten, die einige Jahre in Aachen verbringen wollen.

Von Beginn an entwickelt sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der SSV zwar 1:0 in Führung gehen kann, sich dann aber wie schon gegen Duisburg eine Reihe von Unzulänglichkeiten in den entscheidenden Situationen leistet. Aachen nutzt diese konsequent aus und kann sich bis zum dritten Viertel mit 9:6 in Front spielen. Im Schlussabschnitt kommt der SSV nochmal auf 7:9 heran, doch vom nächsten Gegentor erholt man sich nicht mehr und verhilft dem Gegner zu einfachen Toren, die das Ergebnis deutlicher ausfallen lassen als das Spiel war.

Trotz der Ernüchterung der letzten Partien sieht man in Stolberg dem Rest der Saison und auch der nächsten Spielzeit positiv gestimmt entgegen. Der junge Kader entwickelt sich von Saison zu Saison qualitativ und auch in der Breite weiter, die Nachhaltigkeit der eigenen Jugendförderung zahlt sich dabei aus. Nichtsdestotrotz müssen jetzt wieder Punkte her, um das beste Platzierungsergebnis der Vereinsgeschichte, Platz drei im Vorjahr, wiederholen zu können. Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Wochenende beim ersten Freibadspiel der Saison in Rheinhausen …