Derbyniederlage zum Zweitligaauftakt

Im ersten Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte hat die erste Mannschaft des Stolberger SV trotz einer starken Leistung eine Niederlage einstecken müssen. Nach einem drei Viertel lang ausgeglichenen Spiel unterliegt man dem Aachener SV am Ende etwas zu deutlich mit 8:13 (2:2, 2:2, 3:4, 1:5).

Dabei war Coach Björn Simshäuser dennoch im Großen und Ganzen zufrieden mit seiner Mannschaft. Nachdem Mark Braun mit dem ersten Zweitligator des SSV und Stefan Sanft den SSV früh mit 2:0 in Front brachten, ging man im zweiten Viertel erstmals mit 2:3 in Rückstand. Danach entwickelte sich eine intensive und spannende Partie, in der der SSV zunächst einen Fünfmeter vergab, bevor erneut Braun zwei Mal den Ausgleich zur Halbzeit (4:4) erzielte. Im dritten Spielabschnitt zeigten die Gastgeber dann ihre beste Phase, den 4:5-Rückstand drehten Sebastian Braun, Christian Töller und Mark Braun per Fünfmeter plötzlich in eine 7:5-Führung, ehe eine Reihe von Unkonzentriertheiten in der Abwehr dann wieder die Aachener in Front brachte (7:8). Im letzten Viertel zollten die Kupferstädter dann dem hohen Tempo der Partie Tribut. In der Defensive wurde die Zonendeckung vernachlässigt, was Aachen zu einfachen Toren einlud, im Angriff waren die Anspiele auf den Centerangreifer zu ungenau. Lediglich Christian Töller war in Überzahl ein zweites Mal zum zwischenzeitlichen 8:10 erfolgreich.

Nach der ersten Standortbestimmung wird der SSV weiter an seinen Defiziten arbeiten. Im körperlichen Spiel und in der Chancenverwertung gibt es noch Ausbaupotential. Im taktischen Spiel in Überzahl und Unterzahl trug die intensive Arbeit der letzten Woche jedoch Früchte. Alle sechs Überzahlspiele wurden in Tore verwandelt, im Gegenzug musste man nur bei zwei der sieben Unterzahlspiele einen Gegentreffer hinnehmen. Viel Zeit für neue Ideen bleibt dem SSV indes nicht, bereits am Dienstag steht ein schweres Auswärtsspiel bei Meisterschaftskandidat Amateursportclub Duisburg II an, bei dem auch zahlreiche Bundesligaspieler der ersten Mannschaft im Wasser erwartet werden. Seit dem Aufstieg die Ligen des Schwimmverbands NRW vor zehn Jahren ist der ASCD eins der wenigen Teams, gegen die Stolberg noch kein Spiel bestritten hat, ein Punktgewinn des Aufsteigers käme aber einer Sensation gleich. Die junge SSV-Truppe freut sich trotzdem auf den Gegner und will möglichst viele Erkenntnisse aus dem ersten Gastauftritt mitnehmen.