Erste Mannschaft belohnt sich für tolles Spiel mit einem Punkt

Im dritten Anlauf hat die erste Mannschaft des Stolberger SV ihren ersten Punkt in der zweiten Liga West erkämpft. In einer turbulenten Partie trennte man sich auswärts 13:13 (2:3, 2:3, 4:4, 5:3) bei SC Rote Erde Hamm.

Dabei hatte es lange Zeit nicht nach einem Punktgewinn ausgesehen. Hamm kommt besser ins Spiel und geht früh mit 3:0 in Führung, erst kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts kann der SSV durch Sebastian Braun und Mark Braun verkürzen. Auch im zweiten Viertel zeigt sich ein ähnliches Bild, zudem muss nach 13 Minuten bereits Centerspieler Stefan Sanft mit seinem dritten persönlichen Fehler das Wasser verlassen. Nach weiteren Toren von Mark und Sebastian Braun geht es mit 4:6 in die Halbzeit. Im zweiten Spielabschnitt entwickelt sich ein offener Schlagabtausch zwischen den Teams. Besonders Sebastian Braun ist weiterhin in Torlaune und hält die SSV-Sieben mit drei Toren in Folge im Spiel, die Gastgeber verschießen unter anderem einen Fünfmeter. In Überzahl ist noch Johannes Schmitz erfolgreich, doch Hamm stellt kurz vor Viertelende den alten Abstand wieder her. Im Schlussabschnitt scheint das Spiel zunächst zu kippen, durch Tore von Christian Töller und zwei Mal Mark Braun liegen die Kupferstädter plötzlich in Front, doch nun ist es Hamm, das drei Mal in Folge zum 13:11 einnetzt. Mit Beginn der letzten Spielminute nimmt Stolberg noch einmal Auszeit und macht sich das neue Regelwerk zu Nutze. Der SSV bringt einen siebten Feldspieler (mit Torwartkappe) und greift mit sieben Spielern an. Tatsächlich erzielt Mark Braun mit der Torwartkappe im folgenden Angriff den Anschlusstreffer. Als der nächste gegnerische Angriff abgewehrt wird, kontern die Gäste erneut in Überzahl nach vorne. Diesmal ist es Sebastian Braun, der alleine vor dem Torwart auftaucht und 14 Sekunden vor Schluss den viel umjubelten Ausgleich erzielt. Kurios: Auch Hamm nimmt im letzten Angriff den Torwart mit nach vorne, der Distanzschuss wird aber abgewehrt und Stolberg bietet sich in den Schlusssekunden sogar noch die Möglichkeit, auf das leere Tor zu schießen, der folgende Weitschuss verfehlt das Tor aber knapp.

Alles in allem endet das Spiel leistungsgerecht unentschieden. Beim SSV ist man hochzufrieden, bislang hat man noch nie in Hamm punkten können. Bei besserer Überzahlausbeute, diesmal wurden nur vier von zehn Chancen verwandelt, wäre auch mehr drin gewesen. Vor Weihnachten treten die Kupferstädter jetzt noch auswärts bei Blau-Weiß Bochum an, die neben ASC Duisburg II als Meisterschaftskandidat gelten und als Favorit in die Partie gehen. Dort gilt es, noch wichtige Erfahrungen für den weiteren Saisonverlauf zu sammeln.